TCM-Zentrum

am Barbarossaplatz Köln

Kräuterheilkunst

 

In der chinesischen Medizin ist die Kräuterheilkunst die dominierende Therapieform. In einem Krankenhaus, das nach den Prinzipen der TCM arbeitet, werden etwa 70% der Patienten mit chinesischen Kräutern behandelt und nur 30% mit Akupunktur, Tui-Naund Qi Gong.

 

Shen Nong, der „göttliche Landmann“, soll täglich 70 Kräuter getestet haben. Auf ihn geht der Klassiker der Kräuterheilkunde, das Shen Nong Ben Cao zurück. In diesem Werk sind 365 Kräuter und Miniralien  verzeichnet und klassifiziert.

Im 16. Jahrhundert erwarb sich Li Shi Zhen mit seinem Kompendium Ben Cao Gang Mu große Verdienste, in dem 1.892 Substanzen aufgeführt und in ihren Wirkungen genau beschrieben werden.

Die Entwicklung der Kräuterheilkunde hält bis heute an. So wurde 1977 in Shanghai ein umfassendes Nachschlagwerk zur chinesischen Kräuterheilkunde mit 5.767 traditionellen chinesischen Arzneimitteln veröffentlicht.

 

Die am häufigsten verwendete Kräuter sind etwa 300. Etwa 80 Apotheken in Deutschland führen TCM-Kräuter. Die Qualität der Kräuter in Deutschland ist zuverlässig. Nach dem deutschen Arzneimittelgesetz sind die Importeure verpflichtet, alle Sorten von Kräutern in regelmäßigen Abständen untersuchen und zertifizieren zu lassen. Die Lieferanten in China müssen sich ebenso in regelmäßigem Abstand Inspektionen deutscher Behördenvertreter vor Ort unterziehen.

Die Kunst der chinesischen Kräuterheilkunde  besteht nicht nur aus den Kräutern selbst, sonder auch aus dem Mischen. Li Shi Zhen hat seinem Werk Ben Cao Gang Mu rund 10.000 Rezepturen hinzugefügt. Viele davon werden heute noch verwendet.

Es gibt zahlreiche Methoden für Einnahme von Kräutern. Die Kräuter werden für den Patienten individuell zusammengestellt und vom ihm  frisch gekocht und getrunken. Gegen  lang anhaltende chronische Erkrankungen nimmt man oft Kräutertabletten, -pillen, -pulver, Tinkturen und Sirup, um das doch sehr aufwendige Teekochen zu sparen. Heute werden in China auch manche Kräuter in Ampullen für Injektionen oder Infusionen verarbeitet.   

Die Behandlungsdauer ist - je nach Krankheit - individuell verschieden.